Denkmalwettbewerb 2017 des Landkreises Dillingen

Denkmalpreis-2017-GruppenbildDillingen (bak). Der 12. Dezember 2017 stand ganz im Zeichen des Denkmalwettbewerbes des Landkreises Dillingen. Dessen Landrat Leo Schrell übergab vorweihnachtliche Geschenke in Form von Urkunden und Geldprämien. Diese wurden im Zuge der Förderung und Anerkennung für besonders gelungene Maßnahmen der Denkmal- und Ortsbildpflege verliehen. Dieser traditionelle Festakt des Landkreises Dillingen fand bereits zum 32. Mal statt. In den Anfangsjahren noch jährlich ausgetragen, steht er nun im zweijährigen Turnus festverankert im Terminkalender des Landratsamtes. Musikalisch umrahmt wurde die diesjährige Verleihung vom Streichorchester des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums Dillingen.

Leo Schrell vergab zweimal das Prädikat „herausragend“

Die feierliche Übergabe der Urkunden und Geldprämien erfolgte in diesem Jahr im „Großen Sitzungssaal“ des Landratsamtes in Dillingen. Dieser Veranstaltungsort wurde keineswegs unbewusst gewählt, denn in unmittelbarer Nähe wurde die Sanierung und grundlegende Wiederherstellung des Hauptgebäudes und des Maschinenhauses der Stadtwerke in der Regens-Wagner-Straße als „herausragendes Objekt“ prämiert. Den Preis für die Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen nahmen Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz und Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk dankend entgegen. Gleichermaßen das Prädikat „herausragend“ erhielt der Neubau eines Einfamilienhauses im schwäbischen Baustil in Oberliezheim. Preisträger hierbei waren Bernadette und Gerd Broersen. Im Rahmen des Denkmalwettbewerbs 2017 fanden 26 Objekte die Anerkennung von Leo Schrell. Die Liste reicht dabei von der Gestaltung einer barocken Gartenanlage über den Neubau von Wohnhäusern im schwäbischen Baustil, die Sanierung historischer und ortsbildprägender Gebäude sowie die Renovierung einer Lourdesgrotte und eines ehemaligen Kuhstalls mit böhmischem Gewölbe bis hin zur Sanierung eines barocken Grabsteins und eines Fachwerkhauses.

Die übrigen Preisträger in der Übersicht

Die Gestaltung einer barocken Gartenanlage rund um das Benefiziatenhaus in Aislingen (Katrin Frey, Aislingen), die Instandhaltung und Pflege der „Lourdesgrotte“ in Oberbechingen (Leonhard Dörflinger, Bachhagel-Oberbechingen), die Renovierung des ehemaligen evangelischen Pfarrhauses in Bächingen (Albrecht Freiherr von Süsskind-Schwendi, Bächingen), der Neubau eines Wohnhauses im schwäbischen Baustil in Hochstein (Karin Gollmann und Markus Korn, Bissingen), der Neubau eines Einfamilienhauses im schwäbischen Baustil in Fristingen (Johanna und Stefan Greiner, Dillingen-Fristingen), die Generalsanierung eines stadtbildprägenden Bürgerhauses mit reich verzierter Fassade in der Dillinger Königstraße (Renate Wolf-Stern, Dillingen), die Freilegung des Fachwerks und Dachsanierung an einem Stadel in der Dillinger Parkstraße (Anna und Manfred Östreicher, Dillingen), die Sanierung von zwei Wohn- und Geschäftshäusern am Dillinger Stadtberg (Rinkenburger Vermietungs GbR, Dillingen), die Außensanierung der Hofmühle in Steinheim (Josef Vogt, Dillingen-Steinheim), die Restauration des Schlössle Finningen und die Neueindeckung des historischen Dachstuhls sowie Fassadenreparatur nach Originalvorlagen (Siba und Jürgen Brugger, Finningen), die Renovierung der Lourdesgrotte, die Restaurierung der Christusfigur und der aus Holz geschnitzten Darstellungen an den Kreuzwegstationen (Gemeinde Glött vertreten durch Bürgermeister Friedrich Käßmeyer), die Neuerrichtung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes in Gundelfingen (Elisabeth Lanzinger, Gundelfingen), der Umbau, die Sanierung und die Erweiterung der Stadtapotheke Gundelfingen (Sabine Riesinger, Buttenwiesen), die Restauration des historischen Backofens und des Brunnens der Ökonomie Haunsheim (Gemeinde Haunsheim vertreten durch Bürgermeister Christoph Mettel), die Instandsetzung der alten Schmiede in Haunsheim (Gemeinde Haunsheim vertreten durch Bürgermeister Christoph Mettel), die Renovierung eines ehemaligen Kuhstalls mit böhmischem Gewölbe in Osterbuch (Veronika und Gerhard Eser, Laugna-Osterbuch), die Fassadensanierung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Lauinger Herzog-Georg-Straße (Bernd Schwenk, Lauingen), die Sanierung des ehemaligen Feuerwehrhauses in Obermedlingen (Gemeinde Medlingen vertreten durch Bürgermeister Stefan Taglang), die Sanierung des barocken Grabsteins des Freiherrn von Syrgenstein mit anschließender Versetzung an den vermutlich ursprünglichen Platz (Hugo Prinz von und zu Liechtenstein, Syrgenstein), die Renovierung eines Wohnhauses in Riedsend (Stephanie und Stefan Winkler, Villenbach-Riedsend), die Sanierung eines Fachwerkhauses in Wertingen mit Erneuerung von Fenstern und Fassade sowie aufwändiger Restaurierung der Haustüre (Rainer Hack, Wertingen), der Neubau eines Einfamilienhauses in Dattenhausen (Andreas Wagner, Ziertheim-Dattenhausen), die Restaurierung Neubemalung und Aufstellung eines schmiedeeisernen Arma-Christi-Kreuzes von 1780 bei der Kirche von Reistingen (Anton Eggert, Ziertheim-Reistingen sowie die katholische Kirchenstiftung St. Vitus Reistingen vertreten durch Karl Brugger) und die gelungene Außen- und Innenrenovierung eines landwirtschaftlichen Wohnhauses in Sontheim (Alexander Gerstmayr, Zusamaltheim-Sontheim).

Text/Bilder: Benjamin Kahlau