Fortbildung beim Kinderschutzbund zum Thema Gewalt

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hinten v. l.: Gisela Kraus, Maria Sailer, Annemarie Eder, Irina Kelborm, Brigitte Ruthardt, Helma Kimmerle, Walli Winkler, Heike Bößl, Monika Grimminger, Rita Beck, Marie Schraml, Else Mutschler, Gaby Schneider; vorne v. l.: Angelika Carsten, Uschi Mittring, Bianca Grillinger, Margot Bronnhuber, Birgit Erdle Foto: privat Irmgard Seiler-Kestner

Gewalt an Kindern hat viele Gesichter. Nicht nur körperliche Gewalt wie Schläge und sexueller Missbrauch fügen Kindern dauerhafte seelische Schäden zu und führen zu körperlichen und psychischen Entwicklungsstörungen, die lebenslange Spuren hinterlassen.
Auch Vernachlässigung ist eine Form von Gewalt an Kindern. Unzureichende körperliche Pfle-
ge, fehlende Beaufsichtigung oder mangelnde Zuwendung und gesundheitliche Fürsorge stehen oft an erster Stelle. Sie äußert sich aber auch in ungenügender Befriedigung von physischen Bedürfnissen wie z.B. Schutz vor Gefahren. Fehlende Förderung mit Blick auf emotionale, geistige und soziale Fähigkeiten stellen ebenso eine Form von Gewalt an Kindern dar.
Formen der psychischen Gewalt wie Drohungen, abwertende Äußerungen und Einschüchterungen gelten oft noch als erzieherische Maßnahmen, die gesellschaftlich toleriert werden. Auch Ablehnung oder die Bevorzugung eines Geschwisters erleben Kinder als seelische Gewalt.
Wie können Signale erkannt und Verhaltensweisen von Kindern richtig gedeutet werden, die Gewalt und Missbrauch erleben? Welche Maßnahmen sind zu ergreifen und welche Unterstützung kann erfolgen, um für das betroffene Kind die beste Lösung zu finden?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich zwanzig ehrenamtliche Mitarbeiter aus den Angebotsbereichen Familienpaten, begleitender Umgang und Elterntelefon des Kinderschutzbundes Dillingen unter fachlicher Anleitung von Bianca Grillinger, Systemische Kinder-, Jugend- und Familientherapeutin aus Kempten.
Die Gewalt an Kindern nimmt zu. (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik). Nicht nur für Kinderschützer, sondern für unsere gesamte Gesellschaft ein Grund, aufmerksam und sensibel zu sein, aber auch besonnen bei einem Verdacht zu handeln.
Text: Monika Grimminger