Notruf – Wann kommt der Notarzt?

Notruf-Wann-kommt-derAuf zahlreiches Interesse stieß der Vortrag beim VDK-Ortsverband Wertingen von Notarzt Dr. Brünnet, beim Stammtisch im Gasthaus “Zum Schwanen“.  Foto: Konrad Friedrich

Dr. med. Brünnet informiert vor VDK-Mitgliedern

Wertingen.  Einen interessanten Vortrag beim VDK-Ortsverband Wertingen hielt der Notarzt Dr. med. Hans-Jürgen Brünnet kürzlich beim Stammtisch im Gasthaus „Zum Schwanen“ in Wertingen. Vor zahlreichen Zuhörern vermittelte Dr. Brünnet wichtige Details über die Arbeit eines Notarztes und wann man den ärztlichen Bereitschaftsdienst anfordern soll. Der Referent ist seit 22 Jahren Notarzt in Wertingen und Gersthofen und hat im letzten Jahr 15000 Patienten neben seiner Naturheilpraxis betreut.  Wichtig ist die Notrufnummer 112 die weltweit gilt. Der ärztliche Bereitschaftsdienst (Notdienst) ist nachts und am Wochenende unter der Nummer 116 117 zu erreichen. Der Notarzt ist täglich 24 Stunden erreichbar, er hat eine spezielle Ausbildung und die Klassifizierung. Die Leitstelle befindet sich in Augsburg bei der Berufsfeuerwehr. Hier werden die Anrufe angenommen und dort wird die Entscheidung getroffen, wer kommt. Wichtig ist dabei, dass man ganz präzise über die jeweilige Situation Auskunft gibt. Die Augsburger Leitstelle ist die Drittgrößte in ganz Bayern. 25000 Einsätze sind jährlich zu tätigen. Hier kommen täglich 600 bis 1000 Anrufe an. Seit kurzem ist auch ein Hubschrauber einsatzbereit. In der Regel ist in 10 bis 12 Minuten der Notarzt da. Sollte es einmal länger dauern, kommt der First-Responder zum Einsatz, der aus ausgebildeten Mitgliedern der Feuerwehr besteht. Sie versorgen die Patienten bis der Notarzt eintrifft. Beim Rendezvoussystem kommt der Rettungswagen und Notarzt getrennt. Der Bereitschaftsarzt ist zuständig für die körperlichen Beschwerden, mit denen der Patient zum Hausarzt gehen muss (grippale Infekte, leichte bis mittelstarke Schmerzen). Der Bereitschaftsarzt kann gegenüber dem Notarzt nur Rezepte ausstellen.
Bei  Symptomen beziehungsweise Krankheitsbildern, wie akuter Störung des Bewusstseins, der Atmung, des Herz-Kreislauf-Systems, Verletzungen mit starken Schmerzen ist zügig der Notarzt zu verständigen. Der Zeitfaktor zur Behandlung spielt dabei eine große Rolle, wie beim Herzinfarkt und Schlaganfall. Alle Symptome die plötzlich und schlagartig kommen, können auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Wegen eines zu großen Zeitverlustes sollte man nicht zuerst zum Hausarzt fahren sondern die Notrufnummer 112 wählen. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.
Am Schluss seines ausführlichen Vortrages dankte VDK-Vorsitzender Hans Bürkner Dr. Brünnet für diesen informativen Abend. (fk)